Samstag, 17. Oktober 2026

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Azubi erwischt schlechten Tag und zieht Notbremse im Zug

Einen schlechten Wochenstart  hatte gestern ein 16-jähriger Auszubildender. Dieser befand sich in  einem Regionalexpress von Zwickau in Richtung Chemnitz und hatte bei  Abfahrt des Zuges am Bahnhof Glauchau die Notbremse gezogen. Dann  stieg er aus. Eine an  Bord befindliche Streife des Bundespolizeireviers Zwickau, die den  jungen Mann daraufhin zur Rede stellte. Was sie hörten war abenteuerlich.

Von Redaktion Regionalspiegel

· 2 Min. Lesezeit

Glauchau/Zwickau. Einen schlechten Wochenstart  hatte gestern ein 16-jähriger Auszubildender. Dieser befand sich in  einem Regionalexpress von Zwickau in Richtung Chemnitz und hatte bei  Abfahrt des Zuges am Bahnhof Glauchau die Notbremse gezogen. Dann  stieg er aus. Der Triebfahrzeugführer informierte darüber eine an  Bord befindliche Streife des Bundespolizeireviers Zwickau, die den  jungen Mann daraufhin zur Rede stellte.

Er reagierte völlig aufgelöst und konnte zunächst nicht befragt werden. Allerdings fanden die  Beamten heraus, dass er nach Zwickau wollte, und begleiteten ihn  dorthin. Dort angekommen hatte der Azubi wieder so weit zu sich  gefunden, dass er erklären konnte, wie es zu diesem Missbrauch von  Notrufen – so der Tatvorwurf gegen ihn – gekommen war. Er habe am  Morgen am Fahrausweisautomaten im Bahnhof Glauchau ein Ticket gelöst, um nach Zwickau zu fahren und dies mittels Girocard bezahlt.

Im Zug  habe er jedoch bemerkt, dass er die Plastikkarte im Automaten stecken gelassen hatte. Also sei er nach Glauchau mit dem nächsten Zug  zurückgefahren und habe sich sofort nach dem Aussteigen zum Automaten begeben. Die Girocard habe sich indes nicht mehr im Kartenschlitz  befunden. Von einem Reisenden habe er den Tipp erhalten, dass zwei  Jugendliche soeben eine solche an sich genommen und in den Zug  gestiegen seien, mit dem der Azubi gerade angekommen war.

Sofort habe er sich deshalb wieder in den Regionalexpress zu den Jugendlichen  begeben und sie angesprochen. Diese hätten ihm dessen Karte auch  sofort ausgehändigt. Zwischenzeitlich hatte der Triebfahrzeugführer,  der vom Geschehen verständlicherweise nichts mitbekam, bereits die  Türen verschlossen und den Zug in Bewegung gesetzt. Allerdings  befanden sich nun noch das Fahrrad des jungen Mannes sowie dessen  Rucksack auf dem Bahnsteig unmittelbar am Fahrausweisautomaten.

Dieser Umstand veranlasste den Jugendlichen wohl dazu, die Notbremse  zu ziehen, um damit weitere materielle Verluste an diesem für ihn  „schwarzen“ Montag zu verhindern. Wie der Tag für ihn weiter verlief, ist der Bundespolizei nicht bekannt, es konnte aber wohl nur besser  werden. Durch den Nothalt erhielt der Regionalexpress etwa 5 Minuten  Verspätung. Reisende wurden durch die Notbremsung nicht verletzt.

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