Sonntag, 18. Oktober 2026

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Ein Museum der Raritäten

Das Bauernmuseum von Bernd Aurich in Dürrengerbisdorf wartet mit vielen Seltenheiten auf. Am Ostersonntag ist geöffnet

Von Uwe Wolf

· 1 Min. Lesezeit

Bernd Aurich mit einer etwa 70 Jahren alten Schafscheermaschine. Zur Bedienung waren zwei Personen erforderlich. Foto: Uwe Wolf (Archiv)

Dürrengerbisdorf. Ein Museum der Raritäten – diese Bezeichnung kann auf das Bauernmuseum von Bernd Aurich in Dürrengerbisdorf angewendet werden. Am 16. April von 10 bis 18 Uhr hat das Museum wieder geöffnet. In jahrelanger Sammelarbeit wurde ein Bestand zusammengetragen, der zahlreiche seltene Kleinode aufzuweisen hat. Jung und Alt können die Gelegenheit nutzen, sich über das einstige Leben auf dem Land zu informieren.

Zu den Kostbarkeiten zählt der sogenannte ”Waldteufel” Dabei handelt es sich um eine Hebevorrichtung aus dem Jahre 1864. Damals wurden damit im Wald starke Stämme gehoben. Dank der Hebelwirkung konnten schwerste Baumstämme bewegt werden. Die Hebevorrichtung gibt es heute kaum noch zu sehen. In Grimma soll noch solch eine Gerätschaft existieren.

Ebenfalls 100 Jahre auf dem Buckel hat die ”Windfege”. Mit dieser Maschine wurde einstmals das Getreide gereinigt. Sehen lassen kann sich auch die Kuhglockensammlung. Dabei handelt es sich nicht um aus Blech gefertigte Glocken, sondern um Glocken aus Bronze. Jede hat einen anderen Klang. Sie alle stammen aus Kertzsch und sind sehr selten. Ein Blickfang ist die patentierte Apfel- und Kartoffelschälmaschine, die etwa 80 Jahre alt ist. Sie wurde einst von der Firma Trumpf gefertigt und funktioniert noch heute. Wie schwer vor Generationen die Arbeit war, zeigt auch die Trage für Mist und Baumaterial. Diese ist etwa 100 Jahre alt und die Metallbeschläge wurden noch von Hand gefertigt. Zwei Mann waren zum Transport notwendig. uw

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