Sonntag, 18. Oktober 2026

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Können Anwohner aufatmen?

Der Ausbau der S 288 soll von Crimmitschau bis nördlich der A4 stattfinden.

Von Redaktion Regionalspiegel

· 2 Min. Lesezeit

Hier sieht man eine simple Ansicht der Verlegung der S288 beim Waldsachsener Weg durch das FFH-Gebiet, hin zur Erweiterungsfläche nördlich derA4. Die rot gestrichelte Linie „OU Gablenz“ stammt von einer früheren möglichen Variante. Die ist aber hinfällig.
Grafik: Verkehrsministerium Sachsen

Crimmitschau/ Meerane. Die Gablenzer können beginnen, aufzuatmen. Die Ausbaupläne für den Waldsachsener Weg sind in diesen Tagen einen Schritt vorangekommen.

Täglich donnern bis zu 15.000 Fahrzeuge durch den Ort. Die Durchfahrtsstraße ist gleichzeitig die „unkomplizierteste“ Verbindung für Laster, da diese die B93 mit dem Gewerbegebiet Crimmitschau verbindet.

Seit über einem Jahrzehnt kämpfen die Anwohner und Oberbürgermeister Holm Günther (Für Crimmitschau) für eine Entlastung. Eine Anschlussstelle an die A4 wäre Günther das allerliebste.

„Die Gewerbestandorte in Crimmitschau und Meerane platzen aus allen Nähten, weshalb wir das neue gemeinsame Gewerbegebiet entlang der Bundesautobahn 4 dringend benötigen. Wir müssen nun dafür sorgen, dass wir unsere infrastrukturelle Anbindung durch die neue Staatsstraße weiter ausbauen und die Anbindung an die A4 ermöglichen. Nur damit können wir das hervorragende Potential unserer Region nutzen“, findet Holm Günther.

Bisherige Knackpunkte: Ein Erlen-Eschen-Weichholzwald, fünf Fledermaus- sowie zwei Vogelarten bedürfen eine Brücke über das sogenannte FFH-Gebiet.

Und selbst für Laster sei das Gefälle nach Aussage von Landtagsabgeordneten Jan Löffler (CDU), zu steil. Löffler informierte in dieser Woche über die jüngsten Gespräche bezüglich der Ausbaupläne der S 288.

Der Plan nun: Der Ausbau der S 288 soll demnach vom Crimmitschauer Gewerbegebiet bis nördlich der A 4 stattfinden. Dabei soll die neue S 288 in Richtung Osten parallel zur A 4 verlaufen und so das neu geplante gemeinsame Gewerbegebiet der Städte Crimmitschau und Meerane erschließen.

„Nach einem jahrelangen Verfahren freue ich mich sehr über unsere Einigung“, so Jan Löffler. „Wichtig ist nun, dass alle notwendigen Schritte zügig umgesetzt werden. Nur dann wird es möglich sein, eine direkte Autobahnauffahrt entlang der neugeschaffenen Trasse erfolgreich in Angriff zu nehmen.“

Nach der Einigung mit dem Wirtschaftsministerium können die Planungen für die Neubauabschnitte unverzüglich beginnen. Der Freistaat hat bereits einen ersten Schritt getan und die LISt GmbH mit der Beplanung des Bauabschnittes nördlich von Crimmitschau beauftragt.

Was das Ganze kosten wird, steht noch nicht konkret fest. Vor knapp drei Jahren lagen sie bei geschätzten  dreieinhalb bis vier Millionen Euro.

Hintergrund
Eine zusätzliche Autobahnanbindung und damit eine direkte Verbindung zum Waldsachsener Weg wurde bereits im Jahr 2004 durch den damaligen Ministerpräsidenten Georg Milbradt zugesichert. Doch die neue FFH-Richtlinie, die die Baukosten aufgrund der großen Brücke in die Höhe treibt, brachte das Vorhaben ins Stocken. Weiterhin sei der Abstand zur nächstgelegenen Autobahnausfahrt zu gering. Die Stadt Crimmitschau hat sich schon mehrfach gegen diese Aussage gestellt, da die Verbindung zwischen der B93 und der A4 keine Abfahrt darstelle.

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