Sonntag, 18. Oktober 2026

regionalspiegel. – Aktuelle Nachrichten, Verkehrsmeldungen und Events in Sachsen.

Richtig Anfahren und gut Springen

<p class="western" style="text-align: left;" align="center"><span style="font-size: large;">Julius Tannert will beim 4. WM-Lauf wieder vorn mitmischen.</span></p>

Von Redaktion Regionalspiegel

· 2 Min. Lesezeit

Durch dichte Wälder und über zig Kuppen wird esauf den Schotterstrecken bei Finnland-Rallye gehen. Dabei wird dieser „Hüpfer“ jüngst in den Masuren im Vergleich nur ein Katzensprung sein, den es für Tannert / Heigl zu meistern gilt. Foto: tsc

Zwickau / Jyväskylä. Wenn für die Zuschauer an einer Kuppe wie an einer Weitsprunggrube sogar Weitenmeterangaben gesetzt sind, dann ist vom berühmten Sprung beim gelben Ouni-Haus innerhalb der Ouninpohja die Rede. Sie ist der Dinosaurier unter den Wertungsprüfungen der Neste Oil Rally Finland, die von Donnerstag bis Sonntag tausende Zuschauer an die insgesamt 25 WP des vierten Laufes der diesjährigen Rallye-WM locken wird.

Meistern muss diese und weitere 168 Kuppen allein auf dieser WP auch Julius Tannert und Beifahrer Jürgen Heigl. Der Weitenrekord an dieser bereits erwähnten Stelle und am Samstag gefahrene Prüfung Ouninpohja liegt bei 57 Metern bei gefahrenen 171 km/h. Die ganz Mutigen springen auf der einen Kuppe ab und landen auf der Abfahrt der nächsten. Tannert wird allerdings nicht auf Rekordjagd gehen. Nach dem Podestplatz in Sardinien und einem vierten und fünften Platz auf Korsika und in Polen will sich das Duo auch bei der ehemaligen „1000-Seen-Rallye“ etwa 100 Kilometer nordöstlich von Tampere beweisen, ins Ziel kommen. „Auf den schnellen Schotterprüfungen mit ihren zahlreichen Sprungkuppen ist Erfahrung und Streckenkenntnis natürlich von großem Vorteil“, weiß Tannert. Nur noch zwei genehmigte Besichtigungstouren mit stark reduziertem Tempo machen dabei die Herausforderung nicht einfacher. „Da ist die Erstellung eines besonders präzisen Aufschriebs und das Studium von Onboardvideos unheimlich wichtig“, sehen Tannert/Heigl es als Chance, erneut eine Podiumsplatzierung ins Visier zu nehmen.

Wie inzwischen bei vielen Rallyes üblich, beginnen die Wertungsprüfung bereits am Donnerstag mit einem zuschauerfreundlichen opening, um ein Gewerbegebiet und das Stadion von Harju, die ein zweites Mal am Ende des Samstags absolviert werden muss. Möglichst restlos absolvieren müssen die Crews 1422,34 mit 315,63 Wertungskilometern. Die Sicherheitsrichtlinie der FIA sieht eine maximale Durchschnittsgeschwindigkeit von 130 km/h vor. Die Autos sind in dieser Saison erneut schneller geworden. Mit zusätzlich künstlich eingebauten Schikanen ist deshalb zu rechnen. „Wenn das so kommt, dann ist es zur Sicherheit der Fahrer und auch Zuschauer, zu akzeptieren und vollkommen richtig“, gilt es für Tannert, sich und sein Arbeitsgerät schnell und sicher ins Ziel zu bringen. tsc

live-Zeiten auf www.rallye-magazin.de

Mehr aus Zwickau

Alle →