Start Erzgebirge Zwönitzer Gegenwind - Windkraftpark in Niederzwönitz soll verhindert werden
Artikel von: Redaktion
07.02.2018

Zwönitzer Gegenwind – Windkraftpark in Niederzwönitz soll verhindert werden

In Nachbarschaft zur Milchviehanlage, am neuen Autbahnzubringer, in schönster Natur, sollen 21 Windkraftanlagen errichtet werden. Foto: Stefan Unger

„Wir müssen mindestens 1.500 Unterschriften bringen, um überhaupt eine Chance auf Erfolg zu besitzen“, erklärt die Vorsitzende Anke Jordan aus Zwönitz. Knapp 20 Mitglieder zählt die Bürgerinitiative mit Namen „Zwönitzer Gegenwind“.
„Das Thema „Windpark“ ist bereits seit 2013 auf dem Planungsentwurf des Regionalverbandes der Region Chemnitz verzeichnet, war aber einfach sehr lange nicht in seinem Ausmaß in der Öffentlicheit geläufig. Zwar erschienen von Zeit zu Zeit Meldungen darüber, dass die Stadt Zwönitz gegen dieses Vorhaben ist und auch das der Stadtrat und die Mitglieder des Technischen Ausschusses dieses Vorhaben in ihren Sitzungen immer wieder einstimmig ablehnten. Doch das war es dann auch schon an Informationen. Mit dieser Ablehnung stimmen die Gegner überein und bekräftigen und unterstützen diese ausdrücklich“ so die Mitglieder.
Erst in den letzten Monaten des Jahres 2017 kam durch „Buschfunk“, die Bildung einer Eigentümergemeinschaft zur Vermarktung des Areals und das daraufhin begonnene Sammeln von Fakten nun Fahrt in diese Angelegenheit, denn es ist, wider der bisherigen Annahme so, dass die
Ablehnung dieses Vorhabens nichts an der Tatsache ändert, dass das ausgeschriebene Gebiet bis heute weiterhin fester Bestandteil des Planentwurfes ist und nach dem aktuellen Beschluss des Planungsverbandes Region Chemnitz vom 5.12.2017 auch bleibt!
Zur Erläuterung: man spricht von der möglichen Errichtung von 21 Windenergieindustrieanlagen, Die Größe der einzelnen Anlagen wird dabei zwischen den Höhen 140 Meter und 200 Meter liegen. „Man stelle sich zum besseren Verständnis mal unter den Fernsehturm von Geyer und stellt sich dieses Bild dann erstens mehrfach plus Rotoren mit Blättern á 80 Metern vor“, so Jordan.
Am 30. November 2017 hat die Bürgerinitiative daher beim Planungsverband Region Chemnitz schriftlich Einspruch gegen den bestehenden Planentwurf für Niederzwönitz/Dorfchemnitz eingelegt. Der Eingang des Schreibens sowie die Einbeziehung der vorgebrachten Argumente wurden am 4, Dezember 2017 bestätigt. „Wir wissen auch, das seit Planungsbeginn schon mehrfach Eingaben von verschiedensten Stellen an den PV gerichtet wurden. Die Errichtung der Windenergieindustrieanlagen ist vom Land aber als privilegiertes Bauvorhaben eingestuft, daher ist es nicht gerade leicht, mit Fakten und Argumenten logische Konsequenzen zu erzielen“, so die Bürgerinitiative.