
Acht Prozent aller erwerbstätigen Frauen in Sachsen sind selbstständig“, erzählt die Gleichstellungsministerin Petra Köpping (SPD). Diese Erkenntnis soll keine Angst, sondern Mut machen.
Am vergangenem Freitag wurde genau diesen mutigen Frauen Zuspruch gewährt. Beim erstmalig stattfindenden „Ladies Lunch“ lud die Gleichgstellungsministerin Petra Köpping ein. Circa 80 Unternehmerinnen aus ganz Sachsen folgten der Einladung in das Pumpwerk eins auf der Zschopauer Straße. Bei gehobenem Essen konnten sich die Geschäftsfrauen austauschen und Netzwerke aufbauen.
Die zum „Ladies Lunch“ anwesende Unternehmensberaterin Elke Fischer erzählte: „Die Ausgestaltung und das Angebot an Informationen als Hochachtung gegenüber allen sächsischen Unternehmerinnen kam bei den Teilnehmerinnen gut an.“
Geballte Kraft der Powerfrauen war förmlich bei der Veranstaltung zu spüren. Dazu gehört auch bald die Interieurdesignerin Simone Fischer. Sie hat den Schritt gewagt.
Ab 1. September 2017 nimmt die angehende Unternehmerin die vollständige Selbständigkeit auf: „Behagliche, stimmungsvolle Wohlfühlwelten für andere Menschen zu schaffen ist für mich bereits seit Juni 2006 auf nebenberuflicher Basis eine wunderbare Aufgabe, wo ich sehr viel Herzblut hineinstecke.“
Wie Simone Fischer den bevorstehenden Weg meistern will, verrät sie im Interview auf Seite zwei.
Sie haben den Schritt in die vollständige Selbständigkeit gewagt, war das schon immer Ihr Traum?
Simone Fischer: Natürlich war es schon immer ein Traum, ein eigenes Unternehmen mit dem was man auch leidenschaftlich gern tut, zu führen. Da ich aber eher ein sehr vorsichtiger Typ von Mensch bin, verfolgte mich immer etwas die Unsicherheit. Aber jetzt, bin ich sehr froh diesen Schritt zu gehen. Ich erhalte große Unterstützung von meiner geliebten Familie und dafür bin ich sehr dankbar.
Was machen Sie genau und welche Ziele haben Sie?
Simone Fischer: Ich biete individuelle Inneneinrichtung an. Von der Beratung, Planung über die Ideenfindung bis hin zur Fertigstellung. Auch übernehme ich auf Wunsch die Gestaltung von den Accessoires bis zum Deko-Finish. Eben alles aus einer Hand von der Konzeption bis zum Feinschliff.
Wie sind Sie auf die Idee gekommen?
Simone Fischer: Seit meiner Kindheit hatte ich die Sehnsucht nach solch einer Entfaltung. Meine Mutter war stets modebewusst und hat immer sehr viel Wert auf ein gemütliches Zuhause gelegt. Sie hat mich somit von klein auf, an Stoffe und außergewöhnliche Kombinationen herangeführt.
Warum haben Sie die Selbstständigkeit vorgezogen?
Simone Fischer. Ich wollte es wagen, höhere Ziele ins Auge zu fassen, mich auf diesem Gebiet kompetent orientieren und meine neue geschäftliche Zukunft erfolgreich gestalten. Es war einfach die Zeit dafür gekommen.
Was erhoffen Sie sich?
Simone Fischer: In meinen Ladengeschäft in der Schönherrfabrik und in unseren Showroom in Lichtenau möchte ich Interessenten in meine „Wohlfühlwelt“ einführen. Sie schnuppern lassen, welche vielseitigen und spannenden Einrichtungsmöglichkeiten es gibt. Ich erhoffe mir dabei, dass die Kunden mir ihr vertrauen schenken.
Haben Sie Ängste?
Simone Fischer: Ängste vielleicht nicht, eher betrachte ich das Ganze mit Vorsicht. Ich war viele Jahre im angestellten Verhältnis. Man war es gewöhnt, immer pünktlich sein Geld jeden Monat zu bekommen. Das ist jetzt bei einer Selbständigkeit schon anders. Die vielen Kosten die erst einmal zu bewerkstelligen sind (Miete, Kredite, Krankenversicherung, Telefon, Versicherungen usw.) muss man erst einmal verdienen und dann seinen Lohn selbst noch. Das ist schon verdammt schwer.
Wie läuft es derzeit?
Simone Fischer: Das Ladengeschäft in der Schönherrfabrik ist noch recht neu und etwas versteckt. Es läuft daher langsam an. Viele wissen noch gar nicht, dass es mich dort gibt. Trotz alledem bin ich zufrieden und optimistisch. Ich freue mich auf die bevorstehende Zeit.


