
Chemnitz/Dresden. Liebe kennt bekanntlich keine (Stadt-)grenzen. Das trifft auf Sebastian Otto und Stefanie Wunder im doppelten Sinne zu. Nicht nur sind der gebürtige Chemnitzer und die junge Frau aus Eisenach ein Liebespaar – nein, sie teilen mittlerweile trotz des gemeinsamen Wohnsitzes in Dresden ihre Liebe zu den NINERS.
Als aktive Mitglieder der Chemnitz Crew lassen sie es sich nicht nehmen, alle zwei Wochen aus der Landeshauptstadt anzureisen, um mit Trommel und Anfeuerungsrufen ihre Lieblingsmannschaft zu unterstützen. Auch bei Auswärtseinsätze wie gestern in Ulm sind die zweit regelmäßig dabei. „Ich bin 2005 durch meinen Bruder dazu gekommen. Er arbeitete beim damaligen Vizepräsidenten“, erinnert sich Sebastian Otto.
Beim vierten, fünften Spiel hatte ihn der Virus dann endgültig infiziert. „Die Fankultur ist schon einmalig“, schätzt er selbst ein. Mit Ausnahme von vielleicht Vechta oder Crailsheim sei die Stimmung nirgends so wie in der „Hartmannhölle“. „Selbst wenn wir hinten liegen, ist die Stimmung gut“, weiß er.
Es gebe ein herzliches Miteinander und Freundschaften über den Basketball hinaus hätten sich so gebildet. Auch mit den gegnerischen Fans gibt es keine Feindschaften. „Klar fallen während des Spieles mal harte Worte, aber danach tauschen wir uns dann wieder über die Fanarbeit aus“, beschreibt Sebastian Otto. Diese ist gerade in Chemnitz organisch gewachsen und deshalb vermutlich auch so erfolgreich.
Die Chemnitz Crew besteht mittlerweile aus rund 30 Mitgliedern, die nicht nur mit Bannern, Trommeln und Choreografien die Hartmannhalle immer wieder lautstark und bunt machen. „Wir organisieren auch Auswärtsfahrten“, erzählt er. Bei regelmäßigen Fantreffen wird hier besprochen, welche Anliegen es gibt und wie die Mannschaft noch mehr gepuscht werden kann.
Wer die Chemnitz Crew einmal in Aktion erleben will, der hat dazu am ersten Märzwochenende Gelegenheit, an dem gleich zwei Heimspiele auf dem Plan stehen: am Freitag (2.3) gegen Hamburg und zwei Tage später gegen Köln.



