
Chemnitz. In der Reihe „Chemnitzer Fotografen“ kann ab Sonntag, 2. Juli, eine neue Ausstellung im Schloßbergmuseum bestaunt werden. In der 3. Folge der Ausstellungsreihe gibt es sodann auch gleich drei auf einen Streich: Familie Schmidt aus Chemnitz. Denn nicht nur Vater Wolfgang Schmidt (Jahrgang 1947) hat sich in den letzten Jahrzehnten einen Namen als Pressefotograf in der Region gemacht.
Auch seine beiden Kinder, Hendrik und Kristin Schmidt, sind mittlerweile angesehene Fotografen. „Dabei hatte ich ihnen eigentlich eher davon abgeraten“, musste Wolfgang Schmidt beim Pressetermin am heutigen Donnerstag im Museum lachen. Doch da bekanntlich Kinder oft nicht auf die Eltern hören, kam es wie es kommen musste: Hendrik und Kristin traten in die Fußstapfen ihres Vaters.

Schon relativ früh wusste Hendrik, wohin die Reise führen soll. Bereits während der Schul- und Studienzeit verdiente er sich mit Fotografieren für die Regionalpresse ein bisschen Geld dazu. „Dabei ging es mir aber weniger um das Honorar sondern darum, dass die eigene Arbeit veröffentlich wird“, erinnert sich der heute 34-Jährige. Mittlerweile hat er sich als Bildjournalist für die Fotoagentur dpa fest etabliert und auch schon einige Auszeichnungen wie der 1. Platz Sächsisches Pressefoto 2013 in der Kategorie Porträt eingeheimst.
„Bei mir hat es etwas länger gedauert“, erzählt Kristin Schmidt. Die 32-Jährige zog lange nichts in den Fotojournalismus. „Mir lagen eher das Malen und Zeichnen“, erinnert sie sich. Doch während ihres Studiums „Fremdsprachen in der Erwachsenenbildung“ und der Frage nach einer passenden beruflichen Zukunft kam sie durch das Ausschlussprinzip doch zum Fotografieren. Seit 2008 ist sie nun bereits als Bildjournalistin selbständig. Auch Kristin konnte schon eine Auszeichnung einheimsen. Für das Bild des ehemaligen Schwimmers Swen Michaelis beim Training für die Paralympics in London wurde sie 2012 mit dem 1. Platz Sächsisches Pressefoto 2012 geehrt.
Konkurrenz herrscht zwischen den dreien nicht. „Auch wenn mir Kristin bei den Deutschen Straßenradmeisterschaften schon erst mal einen bösen Blick zugeworfen hat, als wir alle drei nebeneinander standen“, lacht Hendrik.
In einer gemeinsamen Werkschau zeigen die Schmidts nun im Schloßbergmuseum noch bis 3. September rund 70 Bilder aus ihren Fotografenleben. Denn mit ihrer Fähigkeit, genau den richtigen Augenblick zu erfassen und festzuhalten, überzeugen alle drei gleichermaßen.


