Sonntag, 18. Oktober 2026

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Fernost-Trend: Essen, Wohnen und Wellness auf japanische Art

Ob im Wohnzimmer, in der Küche oder im Bad: Der Fernost-Stil ist hierzulande gerade mächtig angesagt. Vor allem das facettenreiche Japan liefert Trendbewussten derzeit schier endlose Inspiration für Einrichtungsideen, Beautyprodukte und Kulinarisches.

Von Redaktion Regionalspiegel

· 3 Min. Lesezeit

Foto: pixabay.com/shell_ghostcage

Chemnitz. Ob im Wohnzimmer, in der Küche oder im Bad: Der Fernost-Stil ist hierzulande gerade mächtig angesagt. Vor allem das facettenreiche Japan liefert Trendbewussten derzeit schier endlose Inspiration für Einrichtungsideen, Beautyprodukte und Kulinarisches. Der Stil, für den das asiatische Land bekannt ist, zeichnet sich durch schlichte Eleganz und Purismus, aber auch durch seine Liebe zum Unperfekten aus.

Vollkommenheit im Fehler

Nachdem lange Zeit der dänische Einrichtungstrend „Hygge“ die Wohndesign-Kataloge füllte, erobert nun ein neuer Stil die westliche Welt: Wabi-Sabi. Streng genommen handelt es sich dabei nicht um einen Einrichtungsstil, sondern um ein ästhetisches Konzept, dessen Grundsätze sich auch in der Gestaltung von Räumen widerspiegeln. Es zeichnet sich gleichermaßen durch Schlichtheit und Zurückhaltung aus wie durch die Wertschätzung altgedienter Gegenstände mit kleinen Makeln.

Als Einrichtungstrend ist Wabi-Sabi nicht weniger gemütlich als der Hygge-Stil, allerdings dominieren eher dunklere Farben wie Waldgrün, Braun oder Beere. Als Materialien werden ausschließlich natürliche Werkstoffe wie Stoffe oder Holz verwendet.

Da das Konzept Wabi-Sabi in enger Verbindung zu den Lehren des Zen-Buddhismus steht, steht Purismus ebenso im Mittelpunkt wie die Idee, dass wahre Perfektion erst im Unvollkommenen zu finden ist. Praktisch bedeutet dies, dass kleine Materialfehler bei Gegenständen nicht nur dazugehören, sondern sogar gewollt sind und erst zur Schönheit der Dinge beitragen.

Die Eleganz von J-Beauty

Auch im Bereich Beauty und Pflege sind es die japanischen Produkte, die sich immer größerer Beliebtheit erfreuen. Nachdem lange Zeit die sogenannten „K-Beauty“-Produkte aus Südkorea Trendführer waren, wird nun „J-Beauty“ immer populärer. Wer glaubt, koreanische und japanische Produkte seien nahezu identisch, der irrt, denn die Unterschiede sind gewaltig.

Während koreanische Produkte mit einer schrillen, hippen und trendigen Optik auffallen, sticht bei J-Beauty immer wieder der Hang zum Traditionellen hervor. Japanische Kosmetika zeichnen sich durch Zurückhaltung, Minimalismus, hohe Qualität und schlichte Eleganz aus. Dies zeigt sich bei Produkten für die Hautpflege ebenso wie bei den beliebten Parfums von Annayake, die es in verschiedenen Duftrichtungen für Männer und Frauen gibt.

Von Mochi bis Matcha

Japanisches Essen genießt in der westlichen Welt den Ruf, besonders gesund und leicht zu sein. Vor allem Sushi wird hierzulande immer beliebter. In vielen Großstädten findet man darüber hinaus auch immer häufiger Köstlichkeiten wie Ramen und Udon (Nudelgerichte), Bento (in Kästchen angerichtete Speisen) oder Mochis (Reisküchlein).

Neben frischen Zutaten und kurzen Garzeiten ist die japanische Küche vor allem bekannt für das besonders aufwendige Anrichten von Speisen. Getreu dem Motto „das Auge isst mit“ gleichen manche Sushi- und Bento-Kreationen eher kleinen Kunstwerken als Mahlzeiten.

Besonders angesagt ist derzeit der spezielle Grüntee Matcha: In vielen Cafés kommt man an dem maigrünen Pulver nicht mehr vorbei. Ob als Tee, in Form von Matcha Latte mit Milch oder verarbeitet in Süßspeisen wie Kuchen, Eis oder Gebäck, Matcha begegnet einem immer häufiger.

Der Tee gilt als besonders edel und hochwertig. Matcha ist jedoch kein geschützter Begriff. Weil er relativ hochpreisig ist, wird der Tee häufig mit Fischmehl gestreckt. Wer sichergehen möchte, dass es sich um einen hochwertigen Matcha handelt, sollte auf eine kräftige und sattgrüne Farbe achten. Und wer es sich mit einer Tasse Matcha gemütlich macht, hat auch direkt einen Anlass, mal bewusst zur Ruhe kommen – ganz wie Wabi-Sabi es vorsieht.

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