Die Chemnitzer Zweitligakorbjäger mussten am Freitagabend beim Tabellenvierten Crailsheim eine verdiente 75:85-Niederlage hinnehmen und rutschten dadurch auf den sechsten Platz ab. Vor knapp 2.000 Zuschauern legte das Team von Cheftrainer Rodrigo Pastore in der Arena Hohenlohe zwar einen ganz passablen Start hin, doch speziell im zweiten Viertel wollte nichts mehr gelingen, während sich die Gastgeber in einen Rausch spielten und bis zur Halbzeitpause vorentscheidend auf 48:31 davonzogen. Erst gegen Ende der Partie fanden die NINERS allmählich wieder ihren Rhythmus und hoffen diesen nun in das Match beim Tabellenzweiten Kirchheim mitnehmen zu können, welches am morgigen Sonntag, 17 Uhr, in der Sporthalle Stadtmitte steigt.
Die Chemnitzer Mannschaft brach bereits am frühen Freitagmorgen nach Crailsheim auf, um vor Ort in aller Ruhe ins Hotel einchecken und sich konzentriert auf den Gegner vorbereiten zu können. Dies schien zunächst auch die erhoffte Wirkung zu haben, fand man doch gleich gut ins Match. Die beiden NINERS-Kapitäne Virgil Matthews und Michael Fleischmann sorgten im Alleingang für eine schnelle 11:7-Führung, ehe Joe Lawson wenig später sogar auf 18:13 erhöhte. Doch schon gegen Ende des Startviertels robbte sich Crailsheim wieder auf 19:20 heran und dieser Trand setzte sich im zweiten Abschnitt nahtlos fort. Gerade die langjährigen BBL-Profis Chase Griffin, Patrick Flomo und Konrad Wysocki waren von den NINERS nicht zu stoppen und trieben den Punktestand bis zum Kabinengang auf 48:31 zugunsten der Gastgeber.
Binnen elf Minuten hatten die Chemnitzer einen 13:35-Lauf der Merlins hinnehmen müssen, welcher letztlich früh das Match entschied. Denn Crailsheim gab sich auch nach dem Seitenwechsel keine Blöße, baute seinen Vorsprung zwischenzeitlich gar auf 19 Zähler aus (59:40) und erstickte jeden Versuch einer Aufholjagd der NINERS sofort im Keim. Erst als die Gastgeber im Schlussabschnitt einen Gang runterschalteten, konnte das Pastore-Team noch einige gelungene Offensivaktionen zeigen, wobei vor allem Stefan Wess mit zwei Dreiern und Chris Carter mit einem spektakulären Fastbreakdunk positiv herausstachen. „Das war insgesamt aber einfach zu wenig“, machte Fleischmann beim anschließenden Interview jedoch keinen Hehl daraus, dass die NINERS abgesehen von einer guten Start- und Schlussphase nie ihr ganzes Potential abrufen konnten.
STATISTIK: Crailsheim Merlins vs. NINERS Chemnitz 85:75 (19:20, 29:11, 18:20, 19:24), 1.965 Zuschauer
Carter (16 Punkte), Lawson (14), Matthews (14), Mixich (6), Richter (6), Wess (6), Ziegenhagen (6), Fleischmann (5), Seiferth (2), Wendler (nicht eingesetzt)



