Gartengestaltung: Welcher Zaun eignet sich am besten?
Zu einem großen Garten gehört früher oder später auch ein Zaun. Das kann viele Gründe haben – von Haustieren über Nachbarn bis hin zu optischen Gründen. Doch welcher Zaun eignet sich für welchen Zweck am besten? Das zeigt folgender Artikel.
Mögliche Gründe für einen Gartenzaun
Gartenzäune finden schon sehr lange Zeit Anwendung. Wer seinen Garten gestalten will, kommt nicht darum herum. Zäune bieten eine praktische Abgrenzung. Vor allem dann, wenn es sich um einen Vorgarten handelt, möchte man sowohl optisch als auch physisch eine Abgrenzung zur Straße schaffen. Darüber hinaus ist eine Abgrenzung sinnvoll, wenn es sich um mehrere Gärten nebeneinander handelt. Auf diese Weise bleibt jeder auf seinem eigenen Grundstück und es gibt keinen Disput über die Gartennutzung.
Ein weiterer Grund, der häufig genannt wird, wenn es um die Verwendung eines Gartenzaunes geht, sind Haustiere. Wer beispielsweise einen Hund hat, der im Garten herumtollen darf, tut gut daran, diesen mit einem Zaun abzustecken. So weiß der Vierbeiner sofort, welcher Bereich ihm gehört und wo er nichts verloren hat.
Auch als Sichtschutz werden Gartenzäune häufig verwendet. Insbesondere dann, wenn man direkte Nachbarn hat oder wenn der Garten sich an einer Straße befindet, fühlt man sich oftmals beobachtet. Mit einem Sichtschutz ist dies schnell erledigt.
Die verschiedenen Arten von Gartenzäunen
Sei es ein rustikaler Holzzaun, ein Kunststoff-Sichtschutz oder ein Stabmattenzaun aus Polen – die Auswahl ist vielfältig. Doch welche Arten von Gartenzäunen gibt es überhaupt?
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen den Materialien Metall, Kunststoff, Holz, WPC, Beton und Glas. Sie alle haben unterschiedliche Eigenschaften, Vor- und Nachteile. Daher sollte die Wahl nach reiflichen Überlegungen und unter Berücksichtigung der eigenen individuellen Gegebenheiten erfolgen.
Vor- und Nachteile von Holzzäunen
Holz ist momentan stark im Trend. Vor allem dann, wenn man auf Nachhaltigkeit wert legt und nur natürliche Materialien verwenden will, ist ein Holzzaun die ideale Wahl. Es gibt sowohl Modelle, die einfach nur eine optische Abgrenzung darstellen als auch Gartenzäune aus Holz, die als Sichtschutz fungieren. Besonders klassisch sind Lattenzäune, Staketenzäune und Jägerzäune. Wer auf eine rustikale und natürliche Optik setzen möchte, ist mit einem Zaun aus Holz gut beraten.
Jedoch gibt es auch Nachteile: Holzzäune sind im Allgemeinen nicht so robust und stabil wie Zäune aus Metall. Auch der Pflegeaufwand ist nicht zu unterschätzen. Holzzäune müssen regelmäßig gestrichen oder mit speziellen Holzpflegemitteln bearbeitet werden. Damit sie durch die UV-Strahlung keine gräuliche Farbe bekommen, sind Öle und Lasuren angesagt. Nur so behalten sie ihre schöne Optik.
Zäune aus WPC – die wichtigsten Eigenschaften
WPC ist eine Abkürzung und steht für „Wood Plastic Composites“. Diese Zäune bestehen aus Verbundwerkstoff, welcher aus Kunststoffen, Holz und Additiven gefertigt wird. Dadurch erhält der Zaun eine schöne Holzoptik, ist jedoch einfacher in der Pflege und hält in der Regel länger. Zudem bietet WPC eine große Farbvielfalt. Nachteilig ist nur der Preis: WPC kostet um ein Vielfaches mehr als Holz.
Vor- und Nachteile von Metallzäunen
Äußerst populär sind Metallzäune. Metall gilt als robust, stabil und langlebig. Selbst wenn es starken Witterungsbedingungen ausgesetzt ist, wird Metall nicht schnell kaputt oder sieht abgenutzt aus. Ganz im Gegenteil: Metallzäune sehen oft aus wie an ihrem ersten Tag.
Ein Metallzaun passt vor allem in schicke Gegenden, in denen auf Modernität geachtet wird. Auch als Abgrenzung in Richtung Straße macht sich ein solcher Zaun besonders gut. Wer Tiere abhalten möchte, tut gut daran, einen Maschendrahtzaun zu kaufen. Zwar sind Metallzäune noch teurer als Zäune aus WPC, doch sie weisen eine sehr lange Lebensdauer auf und der Pflegebedarf ist äußerst niedrig. Zudem sind sie farbbeständig und wenn sie gut verarbeitet sind, setzt sich kein Rost fest.
Glaszäune – Pro und Contra
Glaszäune sieht man nicht oft, doch sie sind immer mehr im Kommen. Doch für wen eignet sich diese Art von Zaun überhaupt? Eines sollte Gartenbesitzern auf jeden Fall klar sein: Glas ist transparent, sodass sich ein Gartenzaun aus diesem Material nicht als Sichtschutz empfiehlt. Was ein Glaszaun jedoch effektiv abhält, sind unerwünschte Besucher sowie Tiere und vor allem Wind. Als Windschutz ist diese Art Gartenzaun besonders beliebt.
Glaszäune sind sehr hochpreisig und dürfen auch nicht überall aufgestellt werden – vor allem Nachbarn stören sich laut Umfragedaten oft daran. Der Aufwand ist etwas höher als bei Holz-, WPC- oder Metallzäunen und auch die Pflege ist nicht ganz ohne – Glas sieht bei falscher Handhabung schnell schmutzig aus. Vor allem im Freien haften sich Dreck und Staub sowie Blütenpollen schnell an das Glas.
Fazit
Für jeden Garten gibt es den passenden Zaun. Da es verschiedene Materialien gibt, sollte jeder Gartenbesitzer selbst entscheiden, was individuell am besten in den eigenen Garten passt. Von modernen über rustikale bis hin zu funktionellen Looks ist alles möglich.




